Deutsche Studis haben die Wahl – Erasmus Si or no?!

Wer von uns Studenten kennt nicht den Kultfilm L’auberge espagnole?

Ist ein Erasmus Auslandsstudium wie es in dem Film auch beschrieben wird? Traue ich mich auch ins Ausland zu gehen und solche Abenteuer zu erleben? Die Antwort ist eindeutig ja!!
Wie dem Film folgend, ist es zuerst einmal ein enormer Aufwand den Papierkram und die Anträge auszufüllen. Aber hat man einmal diese Hürde genommen, steht einem wunderbaren Abenteuer nichts mehr im Wege.
Voll gepackt mit Gepäck steht man am Flughafen und nimmt von seinen Freunden und der Familie Abschied. Die Aufregung ist mehr als groß, als man seinem neuen Leben entgegen fliegt.
Im fremden Land angekommen muss man sich mit der chaotischen Lebensweise der Einheimischen arrangieren. Es ist vollkommen anders als in der deutschen Heimat. Alle Straßen und Häuser sind einem fremd. Das Leben ist hektisch.Spannend.Neu.Einfach wunderbar anders.
Die erste Woche ist die anstrengendste. Man hat nur eine einfache Unterkunft ein Hostel. Eine neue Wohnung muss her. Mit Wohungsanzeigen und einem Orange Prepaid Handy, steht man an der Metro Station Universitate und schaut sich suchend um. Nach etlichen Besichtigungen kann man mit den neuen Mitbewohnern endlich das neue Reich beziehen.

Der Unistart – noch verwirrender, noch chaotischer! Vor einem Schwarzen Brett sucht man sich, mit tausend anderen Studenten, seine Kurse zusammen, welche auch zu den verschiedensten Zeiten in gleich entgegengesetzten Stadtteilen gehalten werden.
Aber zum Studieren hat der Erasmus Student keine Zeit. Für ihn stehen die Kultur und die Landsleute im Fokus. Es gilt neue Beziehungen zu knüpfen und das Land und seine Attraktionen zu entdecken. Der Tag beginnt um 17 Uhr. Erstmal trifft man sich oder kommunizert per Instant Messeger, welche Parties und Clubs heute erforscht werden sollen. Es wird sich zunächst im La Mama getroffen, einem schicken Restaurant mit landestypischer Küche. Der Apero, der hier unter Vortrinken bekannt ist, wird im Loft der Franzosen begonnen. Nach und nach treffen immer mehr Erasmus ein. Spanier, Italiener, Franzosen, Deutsche, Finnen und natürlich die ESN Volontäre. Sie bilden den Nukleus der Gruppe. Ab 2 Uhr begibt man sich ins Centrul Vechi, der Altstadt. Zu den zu besuchenden Clubs gehören das bekannte Kulturhaus und Club A und seine viel besuchte Außenterasse. Aber auch Underground Clubs, wie das Bastards und das le chat noir, zählen zu den stark frequentierten Etablissements. Nicht zu vergessen die Special Locations, den Erasmus Favoriten: The Silver Church und Obey, um nur zwei zu nennen. Diese werden in beliebiger Reihenfolge besucht. Die Nacht endet, für Erasmus typisch, wenn das Licht seinen Weg auf die Tanzfläche findet und eine Shaorma, eine Art gerolltes Hänchendöner, als Frühstück verspeist wird.

Aber wie auch im Film, geht das Semester zur neige und der Abschied von den neu gewonnenen Freunden fällt schwer. Trotzdem ist das Erasmus Leben nur für einen echten Erasmus verständlich.

Wer nach einem solchen Semester durch seine heimischen Straßen geht, und die Bewohner betrachtet, stellt fest, dass sich der eigene Blick auf das Leben und die Menschen gewandelt hat. Vieles was einem früher wichtig erschienen ist, ist es jetzt nicht mehr und mit einem Augenzwinkern erspäht man die nächste Erasmus Generation in einer neuen Ecke.

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